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Der pH-Wert ist ein grundlegender Indikator in der Wasseranalytik, der die chemische Beschaffenheit des Wassers maßgeblich beeinflusst. Er misst die Wasserstoffionenkonzentration und gibt Aufschluss darüber, ob Wasser sauer, neutral oder alkalisch (basisch) ist.
Die pH-Skala reicht von 0 bis 14. Dabei ist pH 7 der Neutralpunkt, wie er bei reinem Wasser bei 25 °C vorliegt. Werte unter pH 7 zeigen an, dass das Wasser sauer ist – je niedriger der Wert, desto saurer das Wasser. Im Gegensatz dazu weisen Werte über pH 7 auf basisches (alkalisches) Wasser hin; je höher der Wert, desto alkalischer ist die Lösung.
Die Bedeutung des pH-Werts ist weitreichend, da er zahlreiche chemische Reaktionen im Wasser steuert. Dazu gehören die Löslichkeit von Mineralien und die Verfügbarkeit von Nährstoffen für aquatische Lebensformen, was ihn zu einem kritischen Faktor für das gesamte Ökosystem Wasser macht.
Laut Trinkwasserverordnung sollte der pH-Wert zwischen pH 6,5 und pH 9,5 liegen, um die Qualität und Sicherheit des Trinkwassers zu gewährleisten. Sinkt der pH-Wert auf unter pH 5,6, wird von einer Versauerung gesprochen. Der pH-Wert beeinflusst die Wasserversorgung auf vielfältige Weise. Er wirkt sich direkt auf den Geschmack und Geruch des Wassers aus, was für die Akzeptanz der Verbraucherinnen und Verbraucher entscheidend ist.
Darüber hinaus spielt der pH-Wert eine kritische Rolle für die Effektivität von Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der Chlorung:
Nur ein optimaler pH-Wert gewährleistet, dass das Desinfektionsmittel Keime wirksam abtöten kann.
Ein unpassender pH-Wert kann zudem zu Korrosion von Baumaterialien in Wasserleitungen führen; saures Wasser greift Metalle an und kann unerwünschte Stoffe ins Trinkwasser abgeben, während auch stark basisches Wasser Materialschäden verursachen kann. Für die industrielle Nutzbarkeit des Wassers ist die Kontrolle des pH-Werts essenziell, da er die Löslichkeit von Substanzen, die Bildung von Ablagerungen und die Effizienz von Prozessen maßgeblich beeinflusst.
Nicht zuletzt hat ein pH-Wert außerhalb des empfohlenen Bereichs erhebliche Umweltauswirkungen, indem er Wasser für Bewässerungszwecke unbrauchbar macht und negative Folgen für die aquatische Flora und Fauna hat, da viele Wasserorganismen und Pflanzen nur in einem bestimmten pH-Bereich überleben können.
Die Bedeutung des pH-Werts beschränkt sich nicht nur auf Trinkwasser. Auch für Schwimmbeckenwasser ist ein optimaler pH-Wert von großer Bedeutung, der typischerweise zwischen pH 6,5 und pH 7,5 liegen sollte. Hier beeinflusst der pH-Wert maßgeblich die Wirksamkeit des Chlors und trägt somit direkt zur Desinfektion und Hygiene des Badewassers bei. Ein zu hoher oder zu niedriger pH-Wert kann die Desinfektionswirkung des Chlors stark reduzieren und zu Hautreizungen bei Badegästen führen. Daher raten die Experten von LADR Biofocus auch, regelmäßig den pH-Wert zu kontrollieren.
In natürlichen Gewässern wie Seen und Flüssen schwankt der pH-Wert in der Regel zwischen pH 6,5 und pH 8,5. Diese natürlichen Schwankungen hängen von Faktoren wie der Gesteinsbeschaffenheit, dem Eintrag von organischem Material und der biologischen Aktivität ab. Extreme Abweichungen können jedoch auf Umweltbelastungen hinweisen.