Legionellenuntersuchung
Legionellen (Bedeutendste Art: Legionella pneumophila) sind Bakterien, die natürlich im Süßwasser vorkommen. Optimale Wachstumsbedingungen finden sich im Warmwasser bei Temperaturen zwischen 30°C und 50°C. Bei Temperaturen über 60°C sterben Legionellen ab. Eine Infektion erfolgt im Wesentlichen durch Inhalation von kontaminiertem lungengängigen Aerosol, das z.B. beim Duschen entsteht. Die Krankheitsbilder reichen von grippeähnlichen Symptomen (Pontiac-Fieber) bis hin zur schwer verlaufenden Lungenentzündungen (Legionärskrankheit).Duschen und zentrale Warmwassersysteme in öffentlichen Einrichtungen müssen daher (meist jährlich) auf das Vorhandensein von Legionellen untersucht werden. Bei Probenahme, Untersuchung und Bewertung der Ergebnisse richten wir uns nach dem DVGW Regelwerk (Arbeitsblatt W551), sowie nach der Empfehlung des Umweltbundesamtes (Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch - Gesundheitsschutz 2007 50:291-295).
Für eine orientierende Legionellenuntersuchung sind i.d.R. 3-6 Proben notwenig. Beprobt werden Vor- und Rücklauf der Zirkulation und je eine weit entfernte Entnahmestelle (Dusche) an jedem Zirkulationskreis (Hauptsteigstrang, Gebäudeteil, Stockwerk). Bei einer weitergehenden Untersuchung nach positiven Befunden werden meist weitere Duschen, sowie weitere Anlagenteile beprobt.